General-Versammlung

Freitag, 27. April 2018

Waldemar Bernet nimmt als neuer Ortsvertreter von Zell Einsitz im Vorstand des Gewerbevereins. Er löst Silvia Döös ab, welche sich sieben Jahre lang für die Gewerblerinnen und Gewerbler stark gemacht hat.

Zum zweiten Mal wurde die GV des Gewerbes Hinterland am Freitagabend in neuer Form durchgeführt – mit einem ungezwungenen Stehlunch vor der Versammlung anstelle eines Nachtessens. Diese Möglichkeit zum Netzwerken kam gut an und wurde von den rund 100 Gästen, darunter 56 Stimmberechtigte, rege genützt.

 

Engagierte Vorstandsfrau
Im Zentrum der GV unter Leitung von Präsident Urs Marti und Co-Präsident André Müller stand die Ersatzwahl eines Vorstandsmitgliedes. Silvia Döös hat sieben Jahre lang im Vorstand mitgearbeitet, erst als Kassierin, dann als Ortsvertreterin von Zell. Unter anderem war sie die treibende Kraft bei der Einführung des Gewerbler-Gutscheins, sagte Urs Marti bei der Ehrung. Silvia Döös wurde mit Applaus verabschiedet. Als Nachfolger stellte sich Waldemar Bernet zur Verfügung. Der 43-jährige gebürtige Ufhuser führt in Zell das Geschäft wein44zell. Er wurde ebenfalls mit Applaus ins zehnköpfige Gremium gewählt.

Einstimmig und diskussionslos genehmigten die Vereinsmitglieder die Rechnung 2017 und das Budget 2018. Beide weisen leichte Gewinne aus. Co-Präsident André Müller betonte dabei die positive Entwicklung des Gewerbler-Gutscheins. Bis heute wurden für über 60 000 Franken Gutscheine verkauft. Das trage dazu bei, die Wertschöpfung in der Region zu halten.

 

Geheimnis Gewerbeausstellung
Das Gewerbe Hinterland hat bei seinen Mitgliedern eine Umfrage zum Thema Gewerbeausstellung durchgeführt. Das Ergebnis: 80 Prozent der Mitglieder wollen wieder eine Ausstellung. Die Frage, ob diese bereits 2020 oder erst anlässlich des 125-Jahr-Vereinsjubiläums 2025 durchgeführt werden soll, ist jedoch noch offen. Inzwischen hat sich eine Arbeitsgruppe mit der Thematik befasst und dem Vorstand Ideen für eine innovative Gewerbeausstellung unterbreitet. Der Vorstand hat sich für einen dieser Vorschläge entschieden, den die Gruppe nun weiter konkretisiert. Um welche innovative Idee es sich handelt, darüber schwieg sich Präsident Urs Marti aus. Schliesslich wolle man nicht riskieren, dass die Idee von anderen weggeschnappt werde.

 

Sieben Austritte, zwei Eintritte
Erstmals in den letzten Jahren verzeichnet das Gewerbe Hinterland mehr Austritte als Neuaufnahmen. Unter den sieben austretenden Firmen waren allerdings gleich mehrere langjährige Mitglieder, welche die Geschäftstätigkeit beendet haben. Neu aufgenommen wurde die 3A Elektro AG, Zell, vertreten durch die drei jungen Geschäftsinhaber Marc Häfliger, Raffael Scheidegger und Nicola Bernet. Auch die S. Keller Systeme und Services von Stefan Keller, Zell, wurde mit Applaus im Gewerbeverein Willkommen geheissen. Aktuell verzeichnet der Verein 183 Mitglieder.

 

Berufs-WM
Nach der kurz gehaltenen Versammlung kamen die Gäste in den Genuss von zwei besonderen Erlebnis-Berichten. Dietmar Frei interviewte Roger Krauer und Cedric Achermann, welche im letzten Oktober äusserst erfolgreich an den Berufsweltmeisterschaften in Abu Dhabi teilgenommen haben. Konstrukteur Roger Krauer aus Grossdietwil wurde mit einem Diplom ausgezeichnet, Automatiker Cedric Achermann aus Altbüron holte gar die Goldmedaille. Im anregenden Gespräch war auch die Rolle der Arbeitgeber ein Thema. Es wurde deutlich, dass Motivation und Unterstützung der Firma entscheidend sind, damit junge Berufsleute solche Höchstleistungen erbringen können.

 

Politischer Appell
An der GV des Gewerbes Hinterland äusserte sich Präsident und Kantonsrat Urs Marti zur aktuellen Finanzlage des Kantons und setzte sich für eine Korrektur des Steuerfusses ein. „Steuern sind nie schön“, so Marti. Doch ein funktionierender Staat mit guter Infrastruktur sei auch für Unternehmungen unerlässlich.

2019 fehlten dem Kanton Luzern 27,5 Millionen Franken, 2020 und 2021 gar 48 Millionen. Es sei richtig, den Spardruck aufrechtzuerhalten. Doch der Kanton müsse auch die Einnahmenseite korrigieren können. Ansonsten werde „weitergewurstelt“. Die Folge: Unkoordinierte Massnahmen wie beispielsweise der Papierrechnungszuschlag beim Strassenverkehrsamt.

Man müsse der Wahrheit ins Auge blicken, so Urs Marti: „Wir brauchen Mehreinnahmen im Steuerbereich.“ Und dazu hätten auch die Unternehmungen ihren Teil mitzutragen. „Helfen Sie, die nötigen Kompromisse umzusetzen“, so sein Appell an die Gewerblerinnen und Gewerbler.

boa.

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